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Die Brücke schlagen: Wie IT- und OT-Teams endlich effektiv kommunizieren können 

18 November, 2025

In der heutigen Fertigungslandschaft verschwimmen die Grenzen zwischen digitalen und operativen Systemen zunehmend, wodurch eine immer stärkere Integration zwischen den Systemen erforderlich wird. Maschinen, die einst isoliert arbeiteten, sind jetzt vernetzt, werden von Sensoren gesteuert und in umfassendere Datenökosysteme integriert. Diese digitale Entwicklung führt zu höherer Effizienz, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Die größte betrifft die Kommunikation sowie Zusammenarbeit von IT- und OT-Teams. 

Historisch gesehen waren IT und OT immer getrennt – sowohl in ihrer Herangehensweise an Probleme als auch in den verwendeten Tools. Mit der heutigen beschleunigten Digitalisierung erweist sich diese Trennung nicht länger als sinnvoll. Tatsächlich führt sie zu kritischen Problemen: von unkontrollierbaren Ausfallzeiten, über Verwirrung bei Verantwortlichkeiten bis hin zu langsamen Incident-Bearbeitungen. 

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Fertigungsunternehmen diese Lücke endgültig schließen. Die Lösung liegt nahe: In einer einzigen Umgebung, welche die Zusammenarbeit zwischen IT und OT unterstützt, lassen sich mit Plattformen wie EasyVista beide Bereiche ohne Überschneidungen oder Störungen voneinander trennen. 

Warum IT und OT kommunizieren müssen 

Bis vor Kurzem arbeitete OT unabhängig, während IT im Laufe der Jahre ihre eigene Governance aufbaute. Heute jedoch müssen Unternehmen zwangsläufig auf digitale Systeme zur Automatisierung, Analyse und Überwachung zurückgreifen. Das bedeutet, dass OT auf IT für kritische Infrastrukturen angewiesen ist – von der Netzwerkkonnektivität bis zu Cloud-Diensten. 

Leider gestaltet sich die Zusammenarbeit beider Gruppen nicht immer reibungslos. Sie sprechen verschiedene „Sprachen“. OT-Teams denken in Bezug auf Gerätezyklen und Sicherheitsprotokolle; IT-Teams sprechen über Service-Level, Konfigurationen und Tickets. Wenn sich ein vernetzter Sensor abtrennt – wessen Problem ist es dann? Geht es um die Verwaltung der physischen Infrastruktur oder um die Verwaltung der Daten? 

Diese Kommunikationslücke zu schließen, ist entscheidend, um die betriebliche Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. 

Die Kosten von Ausfallzeiten und Trennung 

Wenn IT und OT in Silos arbeiten, besteht das Risiko, dass Vorfälle unbemerkt bleiben oder mit nicht-zielführenden Maßnahmen beantwortet werden. Ein Beispiel: Eine fehlerhafte Maschine löst einen OT-Alarm aus, kann aber nur von einem IT-Operator repariert werden, der eine beschädigte Konfiguration korrigieren muss. Ohne dasd beide gleichermaßen im Bild sind, geht wertvolle Zeit verloren, um das Problem an das richtige Team zu leiten. 

In der Produktion kann selbst eine kurze Verzögerung Kaskadeneffekte verursachen: 

  • Unterbrechungen der Produktionslinie führen dazu, dass Produktionsziele nicht erreicht werden; 
  • Störungen der Lieferkette führen zu Verzögerungen in nachgelagerten Prozessen. 
  • Es ist ein erhöhter Ausschuss aufgrund der Unterbrechung des Produktionszyklus. 
  • Es kommt zu Sicherheitsrisiken, wenn automatisierte Kontrollen unerwartet ausfallen. 

Das Problem liegt darin, dass eine gemeinsame Plattform und ein gemeinsamer Prozess für eine effektive Zusammenarbeit fehlen. Hier kann die EasyVista-Plattform den Unterschied machen: IT- und OT-Teams unter einem technologischen Dach vereinen, die Domain-Trennung kontrolliert verwalten und eine transparente Kommunikation durch ein gemeinsames Service-Management-Ökosystem fördern. 

Domain-Trennung: Autonomie, wo sie gebraucht wird, Zusammenarbeit, wo sie zählt 

Mit der Domain-Trennung, wie sie im EasyVista Service Manager unterstützt wird, können sowohl IT als auch OT dieselbe digitale Umgebung nutzen und gleichzeitig unabhängige Berechtigungen und Konfigurationen beibehalten. Jedes Team arbeitet weiterhin mit seinen eigenen Prozessen und seiner Terminologie, profitiert aber von einer gemeinsamen Sicht auf Incidents, Ressourcen und Abhängigkeiten. 

Wenn beispielsweise ein Maschinensensor ausfällt, kann automatisch ein Ticket im OT-Bereich erstellt und sichtbar gemacht werden, wenn die Ursache eine Netzwerkkomponente oder eine Anwendung betrifft. So wird die Verantwortlichkeit korrekt zugewiesen, während die Datenintegrität in beiden Domain gewahrt bleibt. 

Gemeinsame CMDB: Eine einzige Quelle der Wahrheit für jedes Asset 

Eines der größten Hindernisse für die Zusammenarbeit ist mangelnde Sichtbarkeit. OT-Teams führen oft separate Tabellen oder proprietäre Systeme zur Maschinenverfolgung, während IT ihre Server und Geräte in eigenen Inventaren verwaltet. Wenn etwas ausfällt, hat niemand den vollständigen Überblick. 

Der EasyVista Service Manager löst dieses Problem durch die Integration einer CMDB – einer gemeinsamen Konfigurationsdatenbank, die sowohl IT- als auch OT-Assets umfasst und durch die beide Teams sehen können, wie Assets miteinander verbunden sind. Fällt ein Kontrollsystem aus, kann die IT sofort prüfen, ob das Problem an einem Netzwerkknoten liegt, während die OT die mechanischen Auswirkungen bewertet. 

Durch die Arbeit mit demselben Datensatz werden Duplikate eliminiert und Missverständnisse reduziert. Mehr Transparenz führt direkt zu einer schnelleren Ursachenanalyse und verkürzt die durchschnittliche Lösungszeit (MTTR). 

Workflows: Geschwindigkeit und Konsistenz in jeder Antwort 

In traditionellen Konfigurationen erfolgt das Incident-Management manuell – jemand ruft jemanden an, der wieder jemanden anruft, während wertvolle Zeit vergeht. Die EasyVista-Plattform automatisiert den gesamten Prozess mithilfe konfigurierbarer Workflows und Routing-Regeln, die Vorfälle sofort und kontextbasiert an das richtige Team weiterleiten. 

Dank einer hoch konfigurierbaren Routing-Engine werden Vorfälle anhand spezifischer Parameter wie Asset-Typ, Produktionslinie oder Priorität zugewiesen. 

Der Workflow-Designer ermöglicht es Herstellern, ihre spezifischen Prozesse visuell zu modellieren – detailliert, granular und ohne Programmierung. Das Ergebnis sind schnellere Incident-Weiterleitung, weniger Fehler und konsistente Antworten. 

Rollenbasierte Dashboards: Echtzeit-Sichtbarkeit für alle 

Wie bereits erwähnt, ist Kommunikation oft die Schwachstelle: Jede Abteilung sieht nur einen Teil des Ganzen. Die rollenbasierten Dashboards von EasyVista bieten sowohl der IT als auch der OT eine einheitliche, aber personalisierte Sicht auf die Abläufe. 

IT-Dashboards zeigen den Zustand der digitalen Infrastruktur: Netzwerkverfügbarkeit, Systemwarnungen und Ticket-Warteschlangen. OT-Dashboards überwachen die Maschinenverfügbarkeit, Sensordaten und Wartungspläne. Gemeinsame Widgets ermöglichen es beiden Teams, Vorfälle zu beobachten, die Domain-Grenzen überschreiten. Diese kontextuelle Sicht schafft Vertrauen. 

Unterstützung von OT mit IT-Kompetenz 

Mit der digitalen Transformation sehen sich OT-Teams Herausforderungen gegenüber, die über mechanische Systeme hinausgehen. Cybersicherheit, Cloud-Integration und Daten-Governance – alles klassische IT-Bereiche – beeinflussen nun direkt die Produktion. 

EasyVista Service Manager ermöglicht es der IT, OT-Teams zu unterstützen, ohne ihre Kontrolle einzuschränken. Durch gemeinsame Workflows und die CMDB kann die IT ihre Expertise im Incident-Management auch auf OT-Systeme anwenden – von der Kategorisierung bis zum Change-Management. 

Wenn ein IoT-Sensor eine Sicherheitswarnung meldet, isoliert die IT das Netzwerk, während die OT sicherstellt, dass sich der Produktionsprozess fortsetzen lässt. Diese nahtlose Zusammenarbeit wird durch eine gemeinsame Plattform mit definierten Grenzen und gemeinsamem Wissen ermöglicht. 

Diese technologische Infrastruktur beseitigt die alte „Wir gegen die“-Mentalität, die die Fertigungsbranche lange geprägt hat. 

Ausfallzeiten durch proaktive Zusammenarbeit reduzieren 

Dank Datenaustausch, automatischem Routing und kollaborativen Dashboards sind Ausfallzeiten kein unvorhersehbares Problem mehr. EasyVista ermöglicht proaktive Wartungen durch die Integration mit Überwachungstools, die Anomalien frühzeitig erkennen. 

Wenn eine Maschine eine Anomalie meldet, erzeugt das System automatisch ein Ticket, weist es dem OT-Team zu und informiert die IT bei Bedarf. Diese koordinierte Reaktion ermöglicht Reparaturen während geplanter Pausen statt in Notfällen. 

Jeder vermiedene Ausfall bedeutet messbaren Mehrwert: höhere Produktivität, mehr Sicherheit und bessere Widerstandsfähigkeit. 

Warum dieser Ansatz funktioniert 

Die Überbrückung der Kluft zwischen IT und OT bedeutet im Wesentlichen drei Dinge: Sichtbarkeit, Verantwortlichkeit und Agilität. 

  • Sichtbarkeit: Eine einheitliche CMDB stellt sicher, dass jedes Asset und jede Abhängigkeit nachverfolgt und zugänglich ist. 
  • Verantwortlichkeit: Die Domain-Trennung definiert Eigentümerschaft und fördert gleichzeitig Zusammenarbeit. 
  • Agilität: Konfigurierbare Workflows leiten Vorfälle sofort an die richtigen Personen weiter. 

EasyVista erleichtert die Umsetzung dieser Prinzipien durch eine einzige Lösung. Sie erzwingt kein starres Modell, sondern ermöglicht intelligente Zusammenarbeit bei Wahrung der Spezialisierungen. 

Durch das Schließen von Kommunikationslücken und die Beseitigung von Ausfallrisiken können Fertigungsunternehmen echte digitale Reife erreichen. So sprechen IT- und OT-Teams dieselbe Sprache und werden von gemeinsamen Zielen geleitet: Widerstandsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz.